Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom September, 2016 angezeigt.

Bastille - Wild World

Überraschungserfolge sind heutzutage in der Musik keine Seltenheit. Gut, das waren sie nie so wirklich, aber heutzutage ist es normal geworden, dass Bands quasi aus dem Nichts die Charts stürmen. Einer der größten Erfolge jüngerer Zeit war das Debütalbum Bad Blood der vierköpfigen Indie-Band Bastille aus dem Süden Londons. Der Nachfolger zu Bad Blood ist heute erschienen und trägt den programmatischen Titel Wild World.

Der Pre-Chorus ist eine fast völlig vergessene Kunstform innerhalb der Musik, quasi eine Sub-Kunst. Was in den letzten Jahren die meisten Songs eher unnötig in die Länge zog als dass es ihnen irgendwie mehr Substanz verlieh, wird unter der geistigen Führung des Bandgründers, Produzenten und Songwriters Dan Smith wieder zu dem Bestandteil eines Songs, den man fast am liebsten hört, so versammeln sich bei Bastille die verschiedenen Elemente der Instrumentierung im Pre-Chorus, bevor dann der "normale" Chorus ertönt. Das lässt sich gleich beim Opener Good Grief fe…

David Bowie - Never Let Me Down

Ich weiß - zweimal Bowie am selben Tag wirkt etwas einfallslos. Aber eine Kritik zu Bowie war längst überfällig, deshalb folgt sogleich die zweite. 

In meinem Post zu Invisible Touch von Genesis fand Never Let Me Down als eines jener Alben, die bestenfalls noch ignoriert werden, Erwähnung. Und wahrlich, das Schicksal dieser Platte ist ein hartes, ziemlich ungerechtes. Wieso ich Never Let Me Down als eines der besten Alben Bowies bezeichnen würde, ist hier nachzulesen. (Und an alle Unkenrufer: Ja, ich meine es ernst!)
In einer Erzählung, die ich vor einiger Zeit geschrieben habe, findet sich auch Never Let Me Down wieder. Ich schrieb, eine der großen Stärken des Albums sei die Kombination von ernsthaften, ziemlich düsteren Texten und enorm tanzbarer Musik, die ganz am Puls des Erscheinungsjahres 1987 war. Dies kommt bereits beim ersten Song Day-In Day-Out voll zur Geltung, dessen Rock-Harmonien im krassen Gegensatz zur Erzählung über eine Frau, die als Baby ausgesetzt wurde und in einem…

David Bowie - The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars

Glam Rock war eine Modeerscheinung der Musikgeschichte, die gerade mal vier Jahre von kommerzieller Bedeutung war. Einer ihrer Pioniere war David Bowie, der das Genre mit seinem 1970 erschienenen The Man Who Sold The World  begründete und damit eine Lawine an mäßig talentierten Typen in schrillen Kostümen, die teils wirklich idiotische Texte sangen, lostrat. Wirklich nennenswerten Output lieferten vor allem die beiden Genrepioniere Bowie und Marc Bolan, der 1972 mit 20th Century Boy einen Welthit landete. Im selben Jahr gelang auch dem jungen, höchst talentierten Bowie der endgültige Durchbruch mit seiner fünften LP The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars, die heute von vielen als sein bestes Album angesehen wird. Ob ich mich dieser landläufigen Meinung anschließe, erfahrt ihr hier.

Für ein Glam-Album beginnt dieses hier sehr leise: Ein langsames Fade-In lässt allmählich Drums erahnen, nach ungefähr fünf Sekunden ertönt ein einzelnes Piano-Riff und zum ersten Mal…