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Es werden Posts vom Juli, 2017 angezeigt.

The Oxford Murders (2008)

Spannend, was sich alles so wiederfindet: ich vermisse immer noch meine DVD von Freeway, doch dafür tauchten unlängst im Regal unter meiner Stereoanlage jede Menge DVDs aus allen möglichen Computermagazinen auf - diese DVDs mit echt nützlicher Freeware, miesen Games und Filmen aller Genres und Qualitäten. Freeway war so einer. Die 46 neuen Fundstücke ebenfalls. In einem Anfall von Neugier habe ich beschlossen, mich fortan so regelmäßig es geht durch den Stapel zu arbeiten und so regelmäßig es geht darüber zu schreiben. Den Anfang macht heute der 2008 erschienene Thriller The Oxford Murders - oder, wie ich ihn nenne: Der Kerl von Herr der Ringe und der Elefantenmensch spielen Sherlock Holmes.

The Oxford Murders basiert auf dem gleichnamigen Roman von Guillermo Martinez und das merkt man ihm von der ersten Minute an deutlich an: eine deplatziert wirkende Rückblende auf den Zweiten Weltkrieg - im Originaltext wahrscheinlich eine Art Prolog - eröffnet den Film und nimmt dem Anfang, der mit…

Fargo - Jesses, wie das Leben so spielt...

Große Taten ziehen große Folgen nach sich - im Guten wie im Schlechten. Der schwarzhumorige Thriller Fargo - Blutiger Schnee der Coen Brothers war bei seinem Erscheinen 1996 ein immenser Erfolg: auf beiden Seiten des Atlantiks hagelte es Auszeichnungen und einen Gewinn, der fast das Neunfache der Produktionskosten betrug. Die Mischung aus schwarzer Komödie und Kriminalgeschichte mit einem Hauch Heimatidylle funktionierte so grandios, dass die Versuchung, den Film von der großen Leinwand in die Wohnzimmer zu holen, einfach zu groß war: 2017 kann der Fan nun schon auf drei Staffeln der Event-Serie Fargo, bei der die Coens als ausführende Produzenten fungieren, zurückblicken. Innerhalb einer sehr schönen und erholsamen Woche habe ich mir mit einem glühenden Fan, der mich nun endlich dazu überreden konnte, die drei Staffeln der Serie angesehen und berichte nun von meinen Eindrücken... Ihr Tag möge gesegnet sein.

Jede Staffel der Serie erzählt anthologiemäßig etwas anderes, jedoch scheint …

Kate Bush - The Kick Inside

Wenn man dem Gitarristen von Pink Floyd so sehr gefällt, dass man mit 16 bereits einen Labelvertrag bei EMI in der Tasche hat, dann muss man echt was draufhaben.
1978 herrschen der Punk und Disco in der Musikbranche, New Wave bahnt sich gegen Ende des Jahres bereits an (Blondie - Parallel Lines). Der Progressive Rock ist endgültig tot, lediglich wenige Bands wie Yes, Genesis oder Pink Floyd können sich mit Zugeständnissen an den Mainstream in den Charts halten. Vorhang auf für Kate Bush: deren Musik klingt weder sonderlich hart, noch erzählt sie die apathischen Geschichten der Talking Heads, nein: Kate Bush ist in erster Linie einfach Kate Bush, was später nahezu ein Genre für sich sein kann. 1978 steht sie jedoch noch am Anfang einer langen Karriere, die ganz traditionell von überraschender Hitsingle (Wuthering Heights, UK #1, DE #11, AT #17) sowie dazugehörigem, von der Single gepushtem Album The Kick Inside eingeleitet wird. Und um diesen Kick geht es heute.
Zwei Dinge fallen sofor…

Meat Loaf - Bat Out Of Hell

Wär die Fledermaus doch besser dort geblieben...

Ich als Fan des quasi seit dreißig Jahren ausgestorbenen, klassischen Progressive Rock muss dem Klischee nach wahrscheinlich ohnehin sehr geduldsam und tolerant sein - für viele da draußen sind ausufernde Epen wie Supper's Ready von Genesis lediglich 20-minütige Angebereien ach-so-begabter Musiker, die sich für etwas Besseres halten. Doch so gut wie allen von ihnen ist eines gegeben: das Talent zum Verfassen tiefsinniger, bissiger oder einfach nur herrlich absurder Songtexte, die stets eine gewisse Plausibilität bewahren können (glorreiche Ausnahme ist Rushs 2112, handwerklich nahezu perfekt, jedoch mit einem Songtext, der sich wie der Tagtraum eines Schwerpubertierenden liest).

Wie man es ganz sicher NICHT macht, wie man sämtlichen Vorbildern der Klassik und der Romantik, die der Prog hatte, wunderbar auf den Schlips tritt und Prog mit seinem vielleicht schlimmsten musikalischen Feind, dem Musical, zu einem prätentiösen Spektakel d…