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Es werden Posts vom August 4, 2017 angezeigt.

John Wayne auf der Reise in sein Innerstes: Der schwarze Falke (1956)

Allgemein sagt man, das Genre des Spätwestern, der den Mythos vom weißen Mann, der den unkultivierten Ureinwohnern des gerade erschlossenen Westen der USA beibringt, wo der Hammer hängt, endgültig zu Grabe tragen sollte, sei in den 1960er-Jahren entstanden, als Western wie Der Mann, der Liberty Valance erschoss, Sam Peckinpahs The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz oder Sergio Leones Dollar-Filme über die Leinwand flimmerten und den Ton für die Entwicklung des Genres angeben sollten. Doch manch einer beziffert den Anfang dieses Paradigmenwechsels innerhalb des wohl amerikanischsten Filmgenres bereits auf das Jahr 1956 - auf jenes Jahr nämlich, da John Ford mit seinem Stammschauspieler John Wayne den Roman The Searchers verfilmte und dabei - so sagt man - von der Schwarz-Weiß-Schematik des Western endgültig abwich und das Genre als Spielfläche für eine tiefgründig angelegte Charakterstudie nutzte. 

John Wayne verkörpert diesmal den heimgekehrten Ethan Edwards, der drei Jahre nach dem…