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Es werden Posts vom Oktober 22, 2017 angezeigt.

In der Hitze der Nacht (1967)

Der Süden der USA war ja noch nie für Weltoffenheit und Toleranz bekannt. Ein Film aus dem Gestern für das Heute.

Schon die Einführung ist ein zweischneidiger Kunstgriff: vollkommene Finsternis. Aus der Ferne nähert sich die riesige Leuchte eines alten Zuges. Die roten Warnsignale leuchten im Takt der Musik, die das Geschehen begleitet, auf. Es ist Ray Charles, der das Titellied In the Heat of the Night vorträgt. Zum Einen merkt man: es wird sich wohl um einen schwarzen Protagonisten handeln. Und zum Anderen: die Finsternis deutet an, dass die nächsten zwei Stunden einen unschönen Blick auf den Alltagsrassismus im dirty south werfen werden - eine dunkle Seite der menschlichen Seele, um das Bild jetzt begreiflich zu machen. Diese zwei Einstiegsminuten mit ihren raffiniert übereinandergelegten Bildern, den Lichtspielen, die allmählich einen ersten Blick auf das provinzielle Setting des Plots erhaschen lassen, sind bereits Gold wert. Und in all ihrer Kürze und Prägnanz zeitlos. Das typis…