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Es werden Posts vom Januar, 2018 angezeigt.

Glengarry Glen Ross (1992)

Die Immobilienbranche ist knallhart, umkämpft und erbarmungslos. Perfekter Stoff also für einen Film, oder?

Wir erweitern diesmal unseren monatlichen Verkaufswettbewerb. Wie Sie wissen, ist der erste Preis ein Cadillac Eldorado. Interessiert jemanden der zweite Preis? Ein Satz Steakmesser. Dritter Preis: Ihre Entlassung. So beginnt die - unter Geschäftsleuten angeblich überaus beliebte und berühmte - Rede von Alec Baldwins Charakter Blake und alle Anwesenden blicken gebannt nach vorne, wohl wissend, dass jeder von ihnen um seine Existenz gebracht werden könnte. Die Aufgabe: in einer Woche die meisten Immobilien und Grundstücke verkaufen, um den Job zu behalten. Der Haken: die ausgegebenen Immobilien und Grundstücke sind so gut wie wertlos, die Makler laufen also geradewegs ins Verderben. Und so beginnt ein packender Dialogfilm, der sich immer und immer weiter zuspitzt, bis es schließlich keinen Ausweg mehr zu geben scheint...

Die  anfängliche Nervosität mündet immer mehr in echte Verzw…

David Bowie - Aladdin Sane

Ziggy goes America - und das noch besser und lauter als back in britain! Einsamer Höhepunkt des Glam?

Mit The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars hatte David Bowie es geschafft: nach Jahren als Geheimtipp, oft auch nicht ganz ernst genommen und in prekären Lebenssituationen, gelang dem mehr als nur charismatischen Briten im Winter 1972 der Durchbruch: Platz fünf der britischen Albumcharts, erste Notierungen in den Billboard Charts und die plötzliche Verehrung als antikonventionelle Stilikone sprachen eine eigene Sprache. Nun war David Robert Jones, wie Bowie mit gebürtigem Namen hieß, ein Star. Und als solcher verschlug es ihn auf der anschließenden legendären Ziggy Stardust Tour natürlich auch in die USA. Dort begegnete David Bowie allen möglichen strange people - und die inspirierten ihn zu seinem nächsten Album, einer Vision von der Erlöserfigur Ziggy Stardust in Amerika, groß, laut und mehr als nur leicht schizophren...

Auf Aladdin Sane, wie der amerikanisier…

Phil Collins - Face Value

Scheidungen sind schrecklich - außer sie werden in den Händen eines findigen, frisch geschiedenen Musikers zu Gold und infiltrieren Millionen Gehörgänge weltweit. Und im Fall Phil Collins gingen sich gleich drei Platten damit aus - wobei sein Debut selbstverständlich den Anfang macht. Wipe off that grin...

I can feel it coming in the air tonight. Mit diesen weltberühmten Zeilen beginnt der erste Longplayer des damaligen Genesis-Leadsängers und legt auch gleich die Grundstimmung der nächsten vierzig Minuten fest: denn von seinen persönlichen Krisen schwer mitgenommen, spielt Phil Collins zwischen 1979 und 1981 ein sehr, sehr düsteres Album ein, das von Schuldzuweisungen, Hass und Selbstmitleid getragen wird. Ganz anders als der Star, den man bis heute für Muntermacher wie You Can't Hurry Love oder ganz softe Balladen wie One More Night und Against All Odds kennt.

Erwähntes In the Air Tonight ist jedenfalls eine perfekte Synopsis der Leitmotive von Face Value; der kalte und brutale D…

Alle sagen: I love you (1996)

Ja, der zierliche Mann mit großer Brille, ewig leicht verrutschtem Outfit und unordentlichem Haar, das ist Woody Allen. Filmfans kennen ihn vor allem für seine ewigen Liebesverstrickungen und hektischen Dialoge, die Filme wie Manhattan berühmt gemacht haben. Aber Woody als Sänger? Nicht wirklich, oder? Doch, einmal: Alle sagen: I love you nimmt die Musicals der goldenen Ära Hollywoods auf die Schippe und beinhaltet damit viel Gesang und Tanz - ob das gut gelungen ist?

Aus der Sicht der pubertierenden D.J. Berlin, einer der Töchter von Allens Joe Berlin und dessen Exfrau Steffi, taucht der Film in die amourösen Verwirrungen einer gelangweilten Upperclass-Familie aus Manhattan ein: die Mutter kümmert sich aus schlechtem Gewissen ob ihrer privilegierten Finanzlage um Häftlinge und Tiere, Tochter Skylar steht vor der Heirat mit dem erfolgreichen Yuppie Holden und die jüngeren Kinder D.J. und Laura hangeln sich von einem scharfen Typen zum nächsten. Derweil hält sich Joe in Paris und Vened…